Sich die Grießkugel geben. – Vielleicht aber nur.

Der Mensch ist schon eine recht lustige Erfindung. – Da schau her, welch ein Einstieg; klingt prägnant und ausbaufähig dazu. Ja, gegen Ende des Jahres werden wir zu Rückblick und Rückschluss gezwungen und manchmal fällt einem dann so ein Satz halt ein.  Der muss aber nicht stimmen. Doch wenn man sich kurz in des Allmächtigen Lage versetzt, nur einen Augenblick lang, dann muss der Mensch dermaßen lustig wirken, dass der Allmacht vor Lachen Tränen aus den Allmachtsaugen kullern (Tränen – so groß wie Weltkugeln; Augen – so groß wie Universen).  Der Mensch war allerdings in diesem Jahr nicht lustiger als sonst. Auch nicht unbedingt unlustiger.  Er hat schlicht seine Aufgabe als Witzfigur hiernieden mit Bravour erfüllt. Darf deshalb mit einem Pokal oder gleich – schon nach der Hinrunde, warum nicht  –  mit der Salatschüssel rechnen, die es aus den moderat schwieligen Proletarierhänden des F.–W. Steinmeier (SPD – so groß wie, nun, Herr Klein mit Hut; oder lieber: mit Baskenmütze) spätestens beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten zu beziehen gilt.  Das wird dann natürlich eine abstrakte Veranstaltung, denn F.-W. S. kann ja nicht uns alle empfangen. Und sich selber – wir unterstellen: er ist von menschlicher Natur – nur mäßig fotogen die Hand schütteln.  Es wird aber für S.-W. F. eine lösbare Aufgabe sein; ebenso lösbar wie die Regierungsbildung aus zwei durchgekneteten Volksparteien; aus Parteien, die uns – bestimmt unter Lachsalven des Allmächtigen, der freilich erst am 24.12. nach Einbruch der Dunkelheit geboren sein wird, ca. 16.24 Uhr demnach – immer noch regieren und noch eine Weile regieren werden. Notfalls hält WF.S– eine TV-Ansprache und uns einen von Pixar (PIXAR ANIMATION STUDIOS, 1200 PARK AVE, EMERYVILLE, CA 94608, T (510) 922-3000, F (510) 922-3151) am PC hergestellten Pokal hin. Und bricht, ebenso notfalls, in ein virtuelles Gelächter aus, was uns nicht wirklich weiter bringt, weil wir ja schon von Haus aus lustig sind.  Ist das nun ein rechtes Durcheinander? Recht so. Als ich den ersten Satz hinschrieb, habe ich an S-W-F kein bißchen gedacht.  Jetzt ist der Präsident aber eben drin und ich lasse ihn nicht mehr vor Weihnachten raus; da kann seine Elke Büdenbender betteln wie sie will. Wenn W–S–F. das Werkzeug zum Ausbruch hat, darf er natürlich ausbrechen; bitte schön, aber gern, nur zu, mir jetzt im Moment herzlich egal. Ich habe anderes zu tun.  Noch die allerletzten Plätzchen backen (Butter S und Schokomakronen und diese orientalischen Kugeln aus Grieß, mit Datteln und Orangenblütenwasser), mir den wundersamerweise über Nacht gewachsenen knielangen, scheeweissen Bart bürsten, die Liste der Bestellungen fürs Christkind noch einmal durchgehen (eine Xbox plus zwei PS4, die mit einem Ringmodulator und 304 Widerständen, Wäscheklammern sowie bipolarem Starkstromdrahtgeflecht aus Rapunzels Goldhaar mit einem weichen Hintern kurzgeschlossen werden, um The Witcher 3: Wild Hunt , das Konsolenspiel des Jahres, das aus Polen stammt, wo derzeit die Witcher sehr wild hunten und das zugleich irgendwie, irgendwo, irgendwann – Nena? Warum jetzt die? – heftig und lustig sein soll, um eben jenes Spiel selbst vom Bellevue Palace aus optimal bedienen zu können; ferner: lange feinrippige Unterhosen für den Hausherrn, ein Make-up-Set plus Systemkamera, beides dringend nötig um der Schönheitspflege willen, viel Musik auf Schallplatte, dann: CD, DVD, PVC, Playmo sogar), dazu noch: vom selbst geschlagenen Tannenbaum (Plantage) die rostigen Zweige abzwicken, jedem Mitbürger im Dorfinneren Frieden auf Erden & Joy & Happiness wünschen – und mir dabei meinen Teil dazu denken, die Schwiegermutter mal fester umarmen, die Eltern herzlich empfangen…  Sich anschliessend die Grießkugel geben?
Ja.
Weil–
Wir wollen sein, sind aber nie.

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